Dornbirner Geschichtswerkstatt - Projektvorstellung von Sabine Nachbaur "Volkspflege" und Ausgrenzung. Die Jugendheimstätte der NS-Volkswohlfahrt in Haselstauden

Haselstauderstr22-OrigStadtarchivDornbirn.jpg
Eventdetails
Dornbirn, Kulturhaus Dornbirn
Mi. 07.Oktober 2026, 19:00 - 21:00 Uhr

Im ehemaligen Redemptoristen-Kloster in der Haselstauderstraße 22 richtete die Stadt Dornbirn 1921 ein Waisenhaus ein. 1942 übernahm die NS-Volkswohlfahrt (NSV) das Gebäude als „Jugendheimstätte“. Ziel war es, Fürsorge als „Volkspflege“ im Sinne der „Volksgemeinschaft“ zu gestalten, andere Fürsorgeträger zu verdrängen und so direkten Einfluss auf die Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu nehmen. Unterstützung durch die NSV erhielten nur die Kinder, die der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus entsprechend als „wertvoll“ galten. 

Ein aktuelles Forschungsprojekt des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung, gefördert von Stadt Dornbirn, Land Vorarlberg und Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus und dem Zukunftsfonds der Republik Österreich, widmet sich in Kooperation mit der Universität Graz, dem Stadtarchiv und dem Stadtmuseum Dornbirn diesem bisher unbekannten Kapitel der Dornbirner Stadtgeschichte. Im Rahmen des Werkstattberichts wird Sabine Nachbaur Einblicke in ihre Forschungsarbeit geben und erstmalig bearbeitetes Archivmaterial vorstellen.

Kulturhaus Dornbirn

Rathausplatz 1
6850 Dornbirn